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Schmidt, Otto

* 01.08.1902 in Köln
† 12.12.1984 in Wuppertal

Rechtsanwalt, Verleger, Oberbürgermeister, Minister, Dr. jur., ev.

Übersicht
1921-1925

Studium der Volkswirtschaft und Rechtswissenschaften in Rostock, Leipzig, München und Köln

1925 Promotion
1928 Assessorexamen
ab 1928 Syndikus
bis 1945 Leiter des väterlichen Verlags Dr. Otto Schmidt KG
1945 CDU
1948-1949 Oberbürgermeister von Wuppertal
1950-1953 Minister für Wiederaufbau,
1953-1954 Minister für Arbeit, Soziales und Wiederaufbau in Nordrhein-Westfalen
1954-1958 MdL Nordrhein-Westfalen
1957-1972 MdB
Biographischer Werdegang

1934 entschied sich Schmidt für die Bekennende Kirche. Nach dem Zusammenbruch gehörte er zu den Politikern „der ersten Stunde" in Nordrhein-Westfalen. Er war auf evangelischer Seite einer der Befürworter der Gründung einer beide Konfessionen übergreifenden politischen Partei. Ihm gelang es, Konrad Adenauer von der Notwendigkeit der Zusammenfassung evangelischer Kreise in der Partei zu überzeugen, wie sie schließlich 1952 mit der Gründung des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) gelang. Die politische Karriere Schmidts umfasste alle Ebenen von der Lokal- bis zur Bundespolitik. 1957 wechselte er in den Deutschen Bundestag, in dem er von 1961-1972 den einflussreichen Vorsitz des Finanzausschusses innehatte. In der Steuergesetzgebung hat er sich große Verdienste erworben. 1972 verzichtete Schmidt, Vater von vier Kindern, Kunstliebhaber und Inhaber hoher staatlicher Auszeichnungen, auf eine erneute Kandidatur.

Literaturhinweise G. Felix: Zehn Jahre deutsche Steuerpolitik. Zugleich eine Laudatio für Otto Schmidt, in: Deutsches Steuerrecht 5 (1967).

Ludger Gruber

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