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| Auch die EWG kann auf die Dauer nicht arbeiten ohne eine Politische Union, weil zu den Maßnahmen, die EWG vorsieht, die politische Grundlage in den verschiedenen Staaten wenigstens annähernd gleich geschaffen werden muß. |
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Pressekonferenz in Bonn am 4.8.1964, st. N., S. 9 f., StBKAH 02.34. |
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| Die Überzeugung von der Notwendigkeit einer wirtschaftlichen und politischen Verständigung zwischen Frankreich und Deutschland habe ich schon auf Grund meiner Erfahrungen, die ich bei den Kämpfen um das Ruhrgebiet gemacht habe, gewonnen und seitdem meine Überzeugung überall vertreten. Im Jahre 1925 bin ich insbesondere bei der damaligen Reichsregierung mit Entschiedenheit dafür eingetreten, daß eine wirtschaftliche Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland mit allen Mitteln erstrebt werden müsse, und zwar mit dem Ziele der Schaffung einer Zollunion. (...) Alles, was sich seit jener Zeit ereignet hat, hat die Überzeugung in mir nur noch weiter gefestigt. Die wirtschaftliche und politische Entwicklung, die nunmehr eingetreten ist, lässt es als notwendig erscheinen, in eine solche wirtschaftliche Verflechtung mit hineinzuziehen: Holland, Belgien, Luxemburg und, wenn möglich, auch England. |
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Anlage zu einem Schreiben vom 18.2.1947 an Dr. Elsaesser; Europa-Verlag, Freiburg, StBKAH 07.13. |
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| Die deutsch-französische Frage bleibt eine der Hauptfragen Europas. Die Spannung, die jetzt zwischen Sowjetrußland und den Vereinigen Staaten besteht, wird eines Tages so oder so wieder aus der Welt verschwinden, aber Deutschland und Frankreich bleiben Nachbarn, solange diese Länder von Menschen bewohnt sind. An einer wirklichen und dauernden Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich hängt die ganze europäische Zukunft. |
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In Mönchengladbach auf einer Veranstaltung der CDU am 12.10.1948, st. N., S. 16, ACDP S. Ad. |
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Eine Union zwischen Frankreich und Deutschland würde einem schwerkranken Europa neues Leben und einen kraftvollen Auftrieb geben. Psychologisch und materiell würde es von gewaltigem Einfluss sein und würde Kräfte freisetzen, die Europa sicherlich retten würden. Ich glaube, dies ist die einzige Möglichkeit, um Einheit in Europa zu erreichen. Hiermit würde der Rivalitätsgedanke zwischen den beiden Ländern verschwinden. (...) Ich erwähne England und die Benelux-Staaten, damit nicht der Eindruck entsteht, daß ein deutsch-französischer Block gebildet wird, um anderen seinen Willen aufzuzwingen. |
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lnterview mit Joseph Kingsbury-Smith (International News Service) am 7.31950, zitiert nach einer Übersetzung des englischen Wortlautes, hrsg. v. BPA am 9.3.1950, S. 1, StBKAH 16.05. |
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| Ein gutes Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland ist nach wie vor die Grundlage der europäischen Politik und der europäischen Integration. |
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Vor dem Bundesparteiausschuß der CDU am 1.10.1955, st. N., S. 29, ACDP VII-001-020/5. |
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| Ich darf Sie daran erinnern, daß in Frankreich der Gedanke, daß die Wiedervereinigung nötig ist, um eine Quelle der Unruhe in Europa auszuschalten, nur bei 30 Prozent der Befragten vorhanden ist, daß aber bei 70 Prozent der Befragten die Furcht sehr stark ist, dieses wiedervereinigte Deutschland könne die dominierende Macht in Europa werden. |
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Vor dem Bundesparteiausschuß der CDU am 16.5.1956. st. N., S. 8, ACDP VII-001-020/8. |
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| Wir können nur wünschen, daß de Gaulle, der ein außerordentlich maßvoller und sehr kluger Staatsmann ist, mit seinen Gedanken und Ideen in Frankreich durchdringt. Kein anderer Mann in Frankreich könnte ihn ersetzen. Wenn es in Frankreich zu größeren Schwierigkeiten käme, würde unser ganzes europäisches Gebäude erfaßt werden und somit die Hoffnung Chruschtschows auf die Zukunft erheblich gestärkt. |
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Vor dem Bundesparteiausschuß der CDU am 28.9.1959, st. N., S. 11, ACDP VII-001-021/5. |
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Unmittelbar nach Rückkehr von einer Konferenz der Regierungschefs der Bundesrepublik, Frankreichs, Großbritanniens und der USA in Paris vom 19. bis 21.12.1959: Unser bester Helfer war de Gaulle. |
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Hs. Schreiben vom 22.12.1959 an Bundespräsident a. D. Prof. Dr. Theodor Heuss, BA NL Heuss/62. |
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| Diese deutsch-französische Verständigung ist nicht für die Wirren des Tages bestimmt, sondern sie ist für die Dauer bestimmt, für Europa. |
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Informationsgespräch mit Rene Lauret (Le Monde) am 17.5.1962, st. N., S. 2. StBKAH 02.26. |
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| Unsere Freundschaft und Solidarität mit Frankreich ist und bleibt ein Grundpfeiler der deutschen Politik. Sie beruht auf einem besonders hohen Maß an Übereinstimmung unserer wesentlichen politischen und wirtschaftlichen Interessen, sie gründet sich vor allem auch auf die gleiche Überzeugung von der Bedeutung der Würde und Freiheit des Menschen. |
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Ansprache bei der Ankunft auf dem Pariser Flughafen Orly am 2.7.1962 zu Beginn eines einwöchigen Staatsbesuches in Frankreich, Bulletin Nr. 119/62, S. 1033. |
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Nach Unterzeichnung des deutsch-französischen Vertrages (22.01.1963) unmittelbar nach der Rückkehr in Bonn: Ich bin fest davon überzeugt, daß dieser Vertrag später einmal von der Geschichtsschreibung als eines der wichtigsten und wertvollsten Vertragswerke der Nachkriegszeit bezeichnet werden wird. |
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Fernsehansprache am 23.1.1963, „Mitteilung“ Nr. 80/63 des BPA vom 23.1.1963, st. N., S. 2, StBKAH 02.30. |
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| Ich halte diesen deutsch-französischen Vertrag für ein außenpolitisches Ereignis von ganz ungewöhnlicher Tragweite. |
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Interview mit Wolf Dietrich im ZDF für „Das Interview“ am 26.4.1963, Anhang IV des Nachrichtenspiegels I des BPA vom 27.4.1963, S. 2. |
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| Der Vertrag beendet eine Auseinandersetzung, die über vier Jahrhunderte gedauert hat. Das gibt dem Vertrag seinen geschichtlichen Rang. (...) Was den Inhalt des Vertrages angeht, so stellt er in gewisser Weise ein Modell dar für den Inhalt eines Vertrages, der die erste Phase einer politischen Gemeinschaft der Europäer einleiten könnte. |
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Interview mit John M. Hightower (Associated Press) am 1.7.1963, schriftliche Fassung. S. 7 f., StBKAH 02.31. |
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Der Vertrag sollte nicht Tagesfragen regeln, die Tagesfragen werden auch weiterhin der geduldigen Arbeit der Fachleute bedürfen, die doch aber bei allen Schwierigkeiten, die sie oft bergen, nicht entscheidend sind für das Zusammenleben. Der Vertrag soll vielmehr einen Rahmen geben für das freundschaftliche Zusammenfinden der beiden Völker, das auch der deutschen und der französischen Jugend eine helle und frohe Zukunft sichern soll.
Der deutsch-französische Freundschaftsvertrag wird noch wirken und lebendig sein, wenn manches Ereignis, das heute die Gemüter bewegt, vergessen ist.
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Erklärung zur Jahreswende für UPI, zitiert nach Manuskript datiert vom 19.12.1963, S. 1 f., StBKAH 02.32. |
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| In der Präambel des deutsch-französischen Vertrages wird ausdrücklich gesagt, daß jedes europäische Land, das zu dem Kreis der Sechs [EWG-Staaten] gehört, von den deutsch-französischen Verhandlungen unterrichtet werden soll. Weiter wird dann gesagt, daß dieser deutsch-französische Freundschaftsvertrag den Weg für eine Einigung Europas ebnen soll, weil ohne eine Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland keine Einigung in Europa geschaffen werden könne. Jeder, der unvoreingenommen die ganze Sachlage übersieht, wird darin zustimmen: Dieses deutsch-französische Abkommen ist geradezu die Grundlage einer Einigung Europas. |
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Vor dem Industrieclub und dem Deutsch-französischen Kreis in Düsseldorf am 23.6.1964, st. N., S. 26, StBKAH 02.33. |
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Das deutsche Volk hofft, daß es gemeinsam mit seinem französischen Nachbarn einen Weg beschritten hat, der nicht in die Enge eines überholten Nationalismus zurückführt. Wir sind davon überzeugt, daß es über den nationalen Gemeinschaften eine unauflösliche und legitime Gemeinschaft gibt, in der all das sichtbar und wirksam wird, was Europa in einer jahrhundertelangen Entwicklung an kulturellen und geistigen Werten hervorgebracht hat. Wir müssen uns dabei allerdings bewußt bleiben, daß auch Europa nur weiterleben kann, wenn es eingebettet bleibt in den größeren Rahmen der atlantischen Gemeinschaft.
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Anläßlich des Besuchs des französischen Ministerpräsidenten, 7.10.1960. Bulletin 191/60.
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Es gibt keine europäische Politik ohne Frankreich oder gegen Frankreich, so wie es keine europäische Politik ohne Deutschland oder gegen Deutschland geben kann. Die deutsch-französische Verständigung, im vollen Sinne dieses Wortes, ist für mich eine Sache des Verstandes und zugleich des Herzens.
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Interview mit Friedlaender, 2.7.1954. Bulletin 121/54.
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Ich habe immer eines der wichtigsten Ziele unserer Außenpolitik darin gesehen, für die Dauer zu einem Verhältnis guter Nachbarschaft zu gelangen. An diesem Ziel muß trotz aller Schwierigkeiten, Rückschläge und Enttäuschungen festgehalten werden; (Zustimmung bei den Regierungsparteien und bei Abgeordneten der SPD.) es verdient unablässige Mühe und rechtfertigt auch Opfer, weil ohne eine solche Gestaltung des deutsch-französischen Verhältnisses ein dauerndes Gedeihen Europas undenkbar ist, weil sonst der Westen nicht die Geschlossenheit erreichen kann, die er für seine Verhandlungen mit dem Osten dringend benötigt.
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Regierungserklärung, 15.12.1954. Stenograph. Berichte, 2. Wahlperiode, 61. Sitzung, S. 3126; Bulletin 236/54.
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Das Verhältnis Deutschlands zu Frankreich nimmt in der Geschichte Europas eine zentrale Stellung ein. Dadurch, daß die Pariser Verträge bessere deutsch-französische Beziehungen begründen, wird es möglich, die weitere Zielsetzung des Vertragswerks, die Einigung Europas, zu verwirklichen.
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Bulletin 60/55 vom 29.3.1955.
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Alle freien Länder, besonders die europäischen, sollten froh über die Tatsache sein, daß der jahrhundertealte Gegensatz zwischen Frankreich und Deutschland nun ausgerottet ist, weil dieser Gegensatz, diese alte Feindschaft, eine Katastrophe für ganz Europa und die ganze Welt gewesen sind. Das ist der Grund der Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland, und ich denke, keines der europäischen Länder könnte irgendetwas gegen eine solche Zusammenarbeit einzuwenden haben, weil diese enge Beziehung und diese Freundschaft der Sache der Freiheit und des Friedens in Europa und in der ganzen Welt zugute kommen.
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Rede vor dem National Press Club in Washington am 15.11.1962. Bulletin Nr. 220/62, S. 1873.
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Als assoziiertes Mitglied der Académie des Sciences morales et politiques dem Institut de France anzugehören, das in allen seinen Zweigen seit Generationen den Genius des französischen Volkes und seine große Rolle für das europäische Geistesleben in so glänzender Weise verkörpert, ist für mich eine Ehre und eine Auszeichnung, die mich zutiefst beeindruckt. Dies umso mehr, als seit 1869 kein Deutscher mehr als Mitglied in diese Académie aufgenommen worden ist.
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Ansprache anlässlich der Aufnahme in die Académie des Sciences Morales et Politiques, 09.11.1964.
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