29. Mai 1928: Schreiben an Staatssekretär Pünder, Berlin

Sehr verehrter Herr Pünder!

In Wilhelmshaven ergab sich leider nicht die Möglichkeit zu einem vertraulichen Gespräch. Ich wollte Ihnen folgendes sagen: Die Regierungspräsidentenstelle in Aachen wird dadurch frei, dass Herr Rombach Oberbürgermeister von Aachen wird. Die Preußische Staatsregierung hat mit mir als Vorsitzendem des Provinzialausschusses wegen Neubesetzung der Stelle Fühlung genommen. Ich habe, ohne Ihren Namen zu nennen, gebeten, man möchte mit der Besetzung der Stelle warten, bis die Frage der Kabinettsbildung in Preußen und im Reich entschieden sei. Ich weiß nicht, wie die Verhandlungen laufen werden. Ich bitte aber jedenfalls daran zu denken, dass Sie uns hier immer sehr willkommen sein werden.

Hoffentlich geht bei Ihnen alles wohl. Meine Frau hat sich über das wunder­hübsche Geschenk sehr gefreut.

Mit herzlichen Grüßen von Haus zu Haus

Ihr sehr ergebener

A[denauer]

Quelle: HAStK 902/105/4, Bl. 597. Durchschrift ohne Ort mit Paraphe, in Fußzeile Vermerk: „evtl. nochmalige Anfrage bei Herrn Staatssekretär Weismann nach dem Stande der Angelegenheit". Abgedruckt in: Konrad Adenauer 1917-1933. Dokumente aus den Kölner Jahren. Hrsg. v. Günther Schulz. Köln 2007, S. 280.