6. Dezember 1928: Schreiben an Dannie N. Heineman

Sehr verehrter Herr Heinemann [sic!],

Ende November erhielt ich von Comes & Co in Ihrem Auftrag eine Zuschrift wegen Zuteilung von 200 [unleserlich] Aktien an mich. Da dem Schreiben eine ganze Anzahl Anlagen beigefügt waren, und ich einige Zeit nach Berlin musste, habe ich leider erst heute das Ganze ordentlich durchgelesen. Daher schreibe ich Ihnen - zu meiner großen Beschämung - erst heute. Ich danke Ihnen recht von Herzen für diese wirklich sehr großzügige Zuteilung und wünsche Ihnen nicht nur mit Worten, sondern einmal mit Taten danken zu können. Lassen Sie mich nicht viele Worte machen, aber seien Sie überzeugt, dass mein Dank wirklich von Herzen kommt.

Zu Ihrem großen Erfolge in der Neugründung wünsche ich Ihnen von Herzen Glück; nach den Nachrichten der deutschen Zeitungen scheinen Sie ja den Welt-Gletton-Trust zu Stande zu bringen. Können wir Ihre Gattin und Sie bald einmal in Köln sehen, Sie passieren doch sicher oft unsere Stadt. Es würde mich dann sehr interessieren, Ihre Ansicht über die Separationsfrage zu hören, ich bin in großer Sorge um unsere Zukunft.

Mit nochmaligem herzlichen Danke und aufrichtigen Grüßen von Haus zu Haus.

Ihr sehr ergebener

Adenauer

Quelle: Dannie N. Heineman, Brüssel, Kopie des Originals. Abgedruckt in: Konrad Adenauer 1917-1933. Dokumente aus den Kölner Jahren. Hrsg. v. Günther Schulz. Köln 2007, S. 320.