3. November 1937: Brief an Dora Pferdmenges aus Rhöndorf

Liebe Frau Pferdmenges!

Die großen dünneren Platten werden geliefert von Jos. Bergfelder, Hausermühle, Post Selscheid. Er bringt die Platten, die nach dem qm bezahlt werden, im Lastauto.

Herzlich danke ich Ihnen für Ihren Vorschlag Rheinisches Museum. Ich weiß den Vorschlag sehr zu würdigen. Aber ich glaube, es ist besser, wenn ich zunächst noch nicht dorthin gehe.

Am Montag, dem 8.11., kommen meine Frau und ich, wie ich Ihnen telefonisch sagte, nach Köln, um allerhand zu erledigen. Abends fahre ich nach hier zurück, während meine Frau in Köln bleiben will, da Dienstag in der Max-Bruchstraße noch gepackt wird.

Nun möchte ich gerne Ihren Garten in aller Ruhe am Tage sehen, aber auch Ihren Mann in Ruhe wegen Geldanlage sprechen, da die Situation so unklar ist. Bitte machen Sie Vorschläge, wie sich das am besten einrichten lässt. Vormittags und mittags (zu Tisch) sind wir in Anspruch genommen.

Mit vielem Dank und recht herzlichen Grüßen, auch an Ihren
Mann, wie immer
Ihr

Konrad A.

[P.S.] Meine Frau lässt vielmals grüßen. Remagen ist benachrichtigt wegen Frau Seligmann.

Quelle: Freundschaft in schwerer Zeit. Die Briefe Konrad Adenauers an Dora Pferdmenges 1933-1949. Bearb. von Hans Peter Mensing und Ursula Raths. Bonn 2007, S. 131.