28. Oktober 1941: Brief an Paul Adenauer (Auszug)

[...] Ihr exerziert wohl in Drillichanzügen, ich kann mir denken, daß da der Wind ordentlich durchfegt. Hoffentlich gewöhnst Du Dich daran. Was macht Deine Nase? - Hier ist das Wetter sehr naß, bei Euch wird es wohl nicht anders sein? Kannst Du häufiger im Keller lesen*? [...] Kannst Du mir sagen, worin Eure Arbeit besteht? Es würde mich sehr interessieren. Auch, ob sie Dir sehr schwer fällt, oder ob die Arbeit in unserem Garten doch eine gute Vorbereitung war? Haltet Ihr gute Kameradschaft auf Eurer Stube? Ist der Keller zum Schlafen eingerichtet? [...] Am Sonntag bin ich für Dich gegangen. Schreibe bald, wenn auch kurz, sei herzlich gegrüßt! Immer Dein Vater.

*Bei Fliegeralarm im Luftschutzkeller

Quelle: Paul Adenauer: Briefe Konrad Adenauers an einen Sohn im Reichsarbeitsdienst 1941/42. In: Konrad Adenauer und seine Zeit. Politik und Persönlichkeit des ersten Bundeskanzlers. [Bd. I:] Beiträge von Weg- und Zeitgenossen. Hg. von Dieter Blumenwitz u.a. Stuttgart 1976, S. 158.