Konrad Adenauers Autounfall 1917

20. März 1917  -  Mittagszeit. Beigeordnete Konrad Adenauer verlässt das Kölner Rathaus. Er befindet sich mit seinem Chauffeur auf der Autofahrt nach Hause, als es zu einem Umfall kommt. Adenauer wird schwer verletzt  und in das nahe gelegene Dreifaltigkeitshospital aufgenommen. 

Der Dezernent für die städtische Lebensmittelversorgung erlitt gegen 13.21 Uhr einen schweren Autounfall auf der Aachener Straße an der Ecke Jägerstraße. Das Dienstfahrzeug, in dem er saß, stieß mit einem entgegenkommenden Eisenbahnwagen zusammen. "Das Auto wurde zertrümmert", meldete die "Kölnische Volkszeitung" am gleichen Tag in ihrer Abend-Ausgabe. "Der Anprall ist derart heftig gewesen", berichtet am nächsten Tag  in der Ersten Morgen-Ausgabedie "Kölnische Zeitung", "daß, wie es heißt, Beigeordneter Adenauer mit den Gesicht in die Scheibe des Autofensters gefallen ist und ziemlich erhebliche Fleischwunden im Gesicht sowie Verletzungen am Nasenbein und am Kiefer davongetragen hat". Er ging wohl zu Fuß noch in das Dreifaltigkeitshospital und wurde dort aufgenommen. Der ebenfalls verletzte Chauffeur wurde zur Lindenburg gebracht. Erste kursierende Gerüchte, er habe "Gehirn- und Schädelverletzungen davongetragen", bestätigten sich nicht. Immerhin soll der "Zustand des Verletzten" zu "Befürchtungen keinen Anlass geben".  Konrad Adenauer hat  die sofort erforderliche Operation gut überstanden.