Bausch, Paul

* 27.05.1895 in Korntal
01.09.1981 in Korntal
Verwaltungsbeamter, ev.

Übersicht

ab 1920Beamter im württembergischen Wirtschaftsministerium
1924Mitgründer des Christlichen Volksdienstes
1928-1930MdL Württemberg
1930-1933Mitglied des Reichstages (CSVD)
1945Mitgründer der CDU Nordwürttemberg
1945-1949Hauptabteilungsleiter im Wirtschaftsministerium Württemberg-Baden
1946Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung für Württemberg
Vorsitzender des EAK Württemberg
1946-1950MdL
1949-1965MdB

Biographischer Werdegang

Bausch, vom protestantischen Pietismus geprägt, war nach 1918 auf der Suche nach einer verantwortlichen Haltung der Christen gegenüber der neuen republikanischen Ordnung zunächst der DNVP beigetreten. Nach seinem Bekenntnis zur Weimarer Demokratie gehörte er 1924 zu den Mitgründern der Christlich-Sozialen Gesinnungsgemeinschaft in Württemberg, dem späteren CSVD, den er im württembergischen Landtag und im Reichstag vertrat. 1932-33 war er Reichsführer des CSVD. Nachdem Versuche einer Wiedergründung dieser Parteiformation scheiterten, gründete Bausch mit Wilhelm Simpfendörfer und ehemaligen Zentrumsmitgliedern am 25. September 1945 die CDU. 1949 ging Bausch in den Bundestag, wo er 1953-1957 den Ausschuss für Fragen der Presse, des Rundfunks und des Films leitete. Sein Bestreben, die Medien einer stärkeren inhaltlichen Kontrolle zu unterwerfen, trug ihm heftige Vorwürfe ein. Obwohl er dem Pazifismus zuneigte, stimmte er der Wiederbewaffnung zu.

Literaturhinweise

Lebenserinnerungen und Erkenntnisse eines schwäbischen Abgeordneten (1969).

Frank Müller