Blank, Theodor

* 19.09.1905 in Elz/Lahn
14.05.1972 in Bonn
Maschinenbauer, Gewerkschaftssekretär, Bundesminister, rk.

Übersicht

1919-1922Modellschreiner- und Metallarbeiterlehre
1930-1933Verbandssekretär des Zentralverbandes christlicher Fabrik- und Transportarbeiter für das nördliche und nordwestliche Ruhrgebiet
1936Abitur
1936-1939Maschinenbauzeichner
1939Studium des Ingenieurwesens in Hannover
1939-1945Kriegsdienst
1946-1947MdL Nordrhein-Westfalen (CDU)
1947-1949Mitglied des Wirtschaftsrats der Bizone
1948-19503. Vorsitzender der IG Bergbau
1949-1972MdB (1965-1969 stv. Fraktionsvorsitzender)
1950-1955Beauftragter des Bundeskanzlers für die mit der Vermehrung der alliierten Truppen zusammenhängenden Fragen
1955-1956Bundesminister der Verteidigung
1957-1965Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung
1958-1962stv. Parteivorsitzender
1962-1967Mitglied des CDU-Präsidiums
1965-1969Mitglied des CDU-Bundesvorstands

Biographischer Werdegang

Blank zählt zu der aus der christlichen Arbeiterbewegung stammenden Gründergruppe der CDU. Von Konrad Adenauer gefördert, unterstützte er als Sprecher des Gewerkschaftsflügels der CDU im Frankfurter Wirtschaftsrat die von Ludwig Erhard vertretene Politik für eine sozial gebundene Wettbewerbswirtschaft. Beim Aufbau neuer dt. Streitkräfte half er die Konzeption des „Staatbürgers in Uniform" durchzusetzen. Als Sozialpolitiker erstrebte er ein Sozialsystem, das den wirtschaftlichen Möglichkeiten der Zeit und der modernen Arbeitnehmergesellschaft angemessen sein sollte (Vermögensbildungsgesetze 1961 und 1964; „Sozialpaket" 1962/63; Programm der beruflichen Fortbildung 1962). In seinem gesellschaftspolitischen Leitbild, das den Willen zur Selbsthilfe und die Mitverantwortung des einzelnen betonte, verbanden sich kath. Soziallehre und ordoliberale Einflüsse. In diesem Sinn hat er die Förderung dauerhaften Eigentums in den Händen der Arbeitnehmer zum Kernstück der Sozialpolitik erklärt, und in diesem Sinn hat er auch die Bildung als „Sozialchance Nummer Eins" propagiert, um geistig dem technischen und ökonomischen Wandel in der Welt gewachsen zu sein. Die Mitbestimmung verteidigte er als die verlässlichste Stütze der Sozialen Marktwirtschaft.

Literaturhinweise

H. O. Kleinmann, in: ZGiLB 6 (1984); M.J. Lowry: The role of T. BLANK and the ‚Amt Blank' in post-World War II West German rearmament (1988); K. Gotto, in: U. Kmpf/H.-G. Merz (Hg.), Kanzler und Minister 1949-1998 (2001).

Hans-Otto Kleinmann