Kraske, Konrad

* 05.06.1926 in Berlin-Dahlem
Historiker, Bundesgeschäftsführer der CDU,
Vorsitzender des ZDF-Fernsehrates, Dr. phil., ev.

Übersicht

1946-1951Studium der Geschichte und Philosophie in Göttingen und Freiburg
bis Nov. 1952stellvertretender Pressechef der Dienststelle Blank
1953-1956Vorsitzender des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS)
1953-1958stellvertretender Bundesgeschäftsführer
1958-1970Bundesgeschäftsführer
1971-1973Generalsekretär der CDU
1965-1980MdB
1962-2002Mitglied des ZDF-Fernsehrates
1992-2002dessen Vorsitzender
1957-2001Vorstandsmitglied der Konrad-Adenauer-Stiftung

Biographischer Werdegang

Kraske ist seit jungen Jahren eng verbunden mit der Parteiorganisation der CDU sowie der Konrad-Adenauer-Stiftung und ihren Vorläufern. In seinen verschiedenen Parteiämtern bemühte sich Kraske mit Erfolg um den Ausbau des Parteiapparates. Als er 1958 die Nachfolge Bruno Hecks als Bundesgeschäftsführer angetreten hatte, verantwortete er maßgeblich die Modernisierung der Bundestagswahlkämpfe der Union in den 1960er Jahren. Auch förderte er die Entwicklung der CDU von der Wähler- zur modernen Mitgliederpartei. Schon bei seiner Wahl zum Generalsekretär 1969 nicht ganz unumstritten, legte er nach dem Rücktritt des ihm verbundenen Rainer Barzel vom Parteivorsitz sein Amt nieder. Von Weggefährten werden Geradlinigkeit und Fairness als hervorstechende Charakterzüge Kraskes gelobt. So reagierte er auf die Nominierung von Franz Josef Strauß als Kanzlerkandidat der Union 1980 nicht mit öffentlicher Kritik, sondern dem Verzicht auf eine erneute Bewerbung um einen Parlamentssitz. Länger als irgendein anderer hat er die Entstehung und Entwicklung der Konrad-Adenauer-Stiftung begleitet. Schon 1957 war er stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Demokratische Bildungsarbeit, hatte 1964-1968 das Amt des geschäftsführenden Vorsitzenden der Stiftung inne und gehörte bis 2001 deren Vorstand an. Als Gründungsmitglied des Fernsehrates hat Kraske den Aufbau des ZDF maßgeblich mit gestaltet. Er gehörte seit 1962 diesem Gremium an, dessen Vorsitz er von 1992 bis 2002 innehatte.

Christopher Beckmann