Winkelheide, Bernhard

* 04.05.1908 in Recklinghausen
25.11.1988 in Recklinghausen
Maschinenschlosser, Arbeitersekretär, Bundestagsabgeordneter, rk.

Übersicht

1922-1926Schlosserlehre
1926-1929Maschinenschlosser
1929-1935Jugendsekretär der Werkjugend in der Diözese Münster
1940-1946Kriegsdienst und sowjetische Gefangenschaft
1946-1969Diözesansekretär der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) des Bistums Münster
1947-1949Mitglied des Wirtschaftsrates (CDU)
1949-1972MdB
1952-1954Mitglied des CDU-Bundesvorstands
1955Mitgründer und
1959-1962Vorsitzender der Christlichen Gewerkschaftsbewegung Deutschlands (CGD)
1964-1968Vizepräsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)
1965-1972Verbandsvorsitzender der KAB Westdeutschlands

Biographischer Werdegang

Winkelheide wirkte nach dem 2. Weltkrieg maßgeblich am Neuaufbau der KAB mit. Früh von den Grundlagen christlicher Gesellschaftspolitik geprägt, brachte er diese als Mandatsträger in die Politik ein. Anfang der 1950er Jahre beteiligte er sich federführend an der Kindergeldgesetzgebung. Das von ihm verfochtene Konzept der Familienausgleichskassen basierte auf dem Subsidiaritätsprinzip und einer berufsständischen Ordnung. Es war der Versuch, katholische Soziallehre in praktische Politik umzusetzen. Neben der Familien- und Sozialpolitik war er auch in der Gewerkschaftsarbeit engagiert. Er trug entscheidend zu der allgemein umstrittenen und seitens der CDA abgelehnten Neugründung christlicher Gewerkschaften bei. Angesichts der Verletzung der einheitsgewerkschaftlichen Prinzipien weltanschaulicher und parteipolitischer Neutralität hielt er an einer organisatorischen Trennung vom DGB fest.

Literaturhinweise

T. H. Raabe: Bernhard Winkelheide (1990).

Dagmar Nelleßen-Strauch