Zillken, Elisabeth

* 08.07.1888 in Wallerfangen/Saar
28.11.1980 in Dortmund
Stadträtin, Verbandsvorsitzende, rk.

Übersicht

1904Abitur in Saarlouis, Höhere Handelsschule in Köln, nach Praktikum Studium an der Handelshochschule und der Universität Köln
1910Schuldienst an den Kaufmännischen Unterrichtsanstalten in Köln, Hannover und Düsseldorf
1919-1933 + 1945-1966Stadtverordnete Dortmund
1930-1933Mitglied des Reichstages (Zentrum)
1945CDU
1947-1958stellvertretende Vorsitzende der CDU-Frauenvereinigung

Biographischer Werdegang

Elisabeth Zillken widmete sich nach dem Schuldienst den Aufgaben der sozialen Bildung und der Fürsorge; 1913-1916 war sie Mitarbeiterin von Carl Sonnenschein im Volksverein für das katholische Deutschland. Sie war Mitglied des Frauenstimmrechtsverbands. 1919 wurde sie von der Zentrumspartei für den Dortmunder Stadtrat aufgestellt, wo sie - mit Ausnahme der Jahre der NS-Herrschaft - bis 1966 als Stadtverordnete aktiv war. Zillken war 1945 an der Gründung der CDU in Dortmund beteiligt. Als stellvertretende Vorsitzende der CDU-Frauenvereinigung konnte sie von 1947-1958 politisch Einfluss nehmen. Von 1916-1958 wirkte sie als Mitarbeiterin von Agnes Neuhaus und 1944-1950 als Generalsekretärin im Katholischen Fürsorgeverein für Mädchen, Frauen und Kinder, heute Sozialdienst katholischer Frauen (SkF). Von 1953-1971 war sie Vorsitzende des Vereins. Sie erwarb sich besondere Verdienste beim Ausbau und Wiederaufbau des Verbandes und der freien Wohlfahrtspflege. Zillken beeinflusste das Jugendwohlfahrtsgesetz (1924) sowie die Neugestaltung der Jugend- und Sozialhilfe nach dem Krieg, wobei das Subsidiaritätsprinzip, also der Vorrang der freien Wohlfahrtspflege, vom Bundesverfassungsgericht bestätigt wurde.

Literaturhinweise


Sozialdienst katholischer Frauen (Hg.): Elisabeth Zillken 1888-1980 (1980); H. Mockenhaupt, in: ZGiLB 6 (1984).

Monika Pankoke-Schenk