Politikfelder

Konrad Adenauer lebte in vielen Epochen deutscher Geschichte - vom Kaiserreich bis zu Bundesrepublik. Auf kommunaler, nationaler und internationaler Ebene bestimmte er die Politik mit. Zu allen Zeiten und auf allen Ebenen setzte er sich stets für die Herrschaft des Rechts und die Sicherung der Freiheit ein.  Hier finden Sie die wichtige Politikfelder, in denen sich Konrad Adenauer engagierte. Links führen zu Quellen sowie vertiefenden Texten zu Personen oder Ereignissen, die Sie auch über den Kalender aufrufen können.

Als Präsident des Parlamentarischen Rats und als erster Bundeskanzler nimmt Adenauer maßgeblichen Einfluss auf die Gründung der Bundesrepublik Deutschland.

Mit seiner persönlichen Autorität und dem Prestige des Bundeskanzlers entwickelt sich Adenauer als Vorsitzender der CDU zur unentbehrlichen Führungsfigur.

Schon früh erkennt Adenauer die friedenspolitischen und wirtschaftlichen Vorteile einer europäischen Zusammenarbeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird er zu einem der Architekten Europas.

Die Aussöhnung mit Frankreich gehört zu den wesentlichen Zielen von Adenauers Politik, die 1963 mit dem Elysée-Vertrag gekrönt wird.

Mit seiner am christlichen Menschenbild orientierten Innen- und Gesellschaftspolitik prägt Bundeskanzler Adenauer die innere Verfasstheit der Bundesrepublik Deutschland maßgeblich.

Adenauer weiß, dass die Deutschen im Nationalsozialismus große Schuld auf sich geladen haben. Er strebt daher eine Wiedergutmachung an, integriert aber auch pragmatisch NS-Täter in die junge Bundesrepublik.

Innerhalb der Sozialen Marktwirtschaft, die Adenauer mit Wirtschaftsminister Ludwig Erhard einführt, müssen wirtschaftspolitische Entscheidungen stets flexibel ausgehandelt werden.

Adenauer regiert fast durchweg mit Koalitionspartnern aus dem bürgerlichen Lager. Sein Führungsstil in der Koalition ist straff und bestimmend, so dass sich immer wieder Konflikte ergeben.

Adenauers Politik der Westbindung ruht auf einem atlantischen und einem westeuropäischen Pfeiler. Mit der Westintegration schlägt Adenauer einen völlig neuen Weg deutscher Außenpolitik ein.

Das politische Ziel der deutschen Wiedervereinigung gibt Adenauer niemals auf. Fest im Westen verankert geht er aber ab Mitte der 1950er Jahre auch auf den Osten zu.

Die moralische und finanzielle Wiedergutmachung an dem jüdischen Volk sieht Adenauer als Verpflichtung der Deutschen und als Teil des rechtsstaatlichen Wiederaufbaus in Deutschland an.

Die Entwicklungszusammenarbeit ist für Adenauer ein neues Politikfeld, auf dem sich die Bundesrepublik entsprechend ihrem Potential realpolitisch bewähren muss.

Die Sozialpolitik der Ära Adenauer trug wesentlich zur inneren Stabilisierung der Bundesrepublik bei. Das Wirtschaftswachstum ermöglichte umfassende sozialpolitische Maßnahmen.