Flughafen

Sowohl der Flughafen Köln-Bonn als auch zwei Flugzeuge der Luftwaffe der Bundeswehr sind nach Konrad Adenauer benannt.

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Flughafen Köln/Bonn - Konrad Adenauer

Flughafen Köln/Bonn "Konrad Adenauer"

Am 7. Dezember 1993 fasste die Gesellschafterversammlung der Flughafen Köln/Bonn GmbH auf seiner 62. ordentlichen Gesellschafterversammlung den einstimmigen Beschluss, den Flughafen "Flughafen Köln/Bonn - Konrad Adenauer" zu benennen. Norbert Burger, damaliger Oberbürgermeister der Stadt Köln und Vorsitzender des Aufsichtsrates und der Gesellschafterversammlung der Flughafen Köln/Bonn GmbH verwies darauf, dass die Entwicklung der Region eng mit dem Flughafen verbunden sei. Zum Aufbau der entsprechenden Luftverkehrswege habe Konrad Adenauer "entscheidend mitgewirkt". Der Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Hans Daniels, hob hervor, Adenauer habe den Flughafen zum "Regierungsflughafen" gemacht, wo er hochrangige Gäste aus aller Welt empfing.

Airbus A 310 „Konrad Adenauer”

Die Luftwaffe der Bundeswehr stellt die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung, die für oberste Repräsentanten der Bundesrepublik Deutschland zur Verfügung steht. Der Airbus A 310-304 VIP "Konrad Adenauer" mit der Kennung "10+21" war ein 2-strahliges Großraumflugzeug für Mittel- und Langstreckenflüge mit einer Reichweite, je nach Zuladung und Konfiguration, von bis zu 10.500 km bei einer Reisegeschwindigkeit von etwa 860 km/h. Die Besatzung besteht aus einem Piloten, einem Copiloten und bis zu sieben Flugbegleitern. Eingesetzt wurde die Maschine wie alle anderen Airbus A 310 der Luftwaffe vom Flughafen Köln-Wahn. Im April 2011 wurde das Flugzeug nach 20 Jahren außer Dienst gestellt und durch einen Airbus A340-313 mit gleichem Namen ersetzt.

Airbus A 340 „Konrad Adenauer”

„Ich taufe dich auf den Namen Konrad Adenauer und wünsche dir und deinen Passagieren allzeit guten Flug.” Mit diesen Worten taufte Bettina Adenauer-Bieberstein einen grundüberholten Airbus A 340-300 am 30. März 2011 auf den Namen ihres Großvaters. Das Flugzeug diente der Luftwaffe bis 2023 unter anderem als "Kanzlermaschine".
Als neues Flaggschiff der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung ersetzte der Airbus A 340-300 VIP den bisher genutzten A 310 als offizielle Regierungsmaschine und führt dessen Traditionsnamen "Konrad Adenauer" fort. Das generalüberholte, 4-strahlige Flugzeug mit der Kennung "16+01" verfügte über eine maximale Reichweite von rund 13.500 km, eine Reisegeschwindigkeit von ca. 880 km/h und bot Platz für bis zu 143 Passagiere sowie 19 Besatzungsmitglieder. Im Bedarfsfall ließ es sich auch in kurzer Zeit für den Rettungstransport von Kranken und Verwundeten (Medical Evacuation) umrüsten.

Airbus A350 „Konrad Adenauer“

Im November 2022 übergab die Lufthansa den Airbus A350-900 XWB mit dem Kennzeichen 10+01 an die Luftwaffe. Ergänzt wird die Flotte durch die „Theodor Heuss“ (Kennzeichen 10+02) und „Kurt Schumacher“ (10+03). Das Verteidigungsministerium bezeichnet die Maschine als das „modernste Regierungsflugzeug der Welt“. Erstmalig offiziell genutzt wurde das Flugzeug über den Jahreswechsel 2022–2023 von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzler Olaf Scholz flog erstmalig am 28. Januar 2023 mit dieser Maschine nach Buenos Aires.

„... wir werden schon sehen, wie das mit Wahn wird.” Konrad Adenauer und der Flughafen Köln/Bonn, hg. von der Flughafen Köln/Bonn GmbH (FKB), Köln 1994.