Störer Jahresbericht

Rhöndorfer Ausgabe Online

10. Februar 1948 (Rhöndorf)

An Dr. Friedrich Holzapfel

, Herford

StBKAH 08.51


Sehr geehrter Herr Holzapfel!

Ich erhalte sehr viele Zuschriften von Parteiangehörigen1, namentlich älteren Leuten, die voll Sorge die Frage aufwerfen, was bei der Regelung der Geldfrage aus ihren kleinen Ersparnissen werden soll. Diese Frage ist allerdings von ganz außerordentlich großer, allgemeiner Bedeutung nicht nur, weil weiteste Kreise unserer Partei zu den Leuten gehören, die kleine Ersparnisse haben. Ich bitte zu prüfen, wie weit man bei der Regelung der Geldfrage diese kleineren Vermögen schonen kann, ohne den Erfolg des Ganzen zu gefährden.

Ich würde Ihnen für eine Rückäußerung dankbar sein2.

Mit vielen Grüßen
Ihr sehr ergebener
(Adenauer)


  1. ^

    Hierzu: Schreiben von Maria Rüther, Bielefeld vom 3.1.1948 (StBKAH 07.23); Max Schultz-Landschütz, Recklinghausen vom 20.1./29.1.1948(StBKAH 07.24) und Oskar Kirstaedter, Poll /Kreis Düren vom 31.1.1948 (StBKAH 07.21).

  2. ^

    Antwort vom 13.2.1948 (mit hs. Vermerk Hohmanns »war zensiert«) mit Hinweisen auf die Ungewissheit des Geltungsbereichs und der deutschen Mitwirkungsmöglichkeiten bei der kommenden Währungsreform (vgl. Anm. 4 im Schreiben an Paul Silverberg vom 24.5.1948).