Störer Jahresbericht

Rhöndorfer Ausgabe Online

18. Dezember 1947 (Rhöndorf)

An Regierungspräsident Dr. Wilhelm Warsch

, Köln

StBKAH 07.02, mit ms. Vermerk »Persönlich!«


Sehr geehrter Herr Regierungspräsident!

Frau Luise Ruffini, die Witwe des früheren Generalsekretärs der Rheinischen Zentrumspartei1, wohnhaft in Bonn, Ahrweg 37, hat den Antrag gestellt, ihr eine wirtschaftliche Beihilfe von RM 6.000,-- zu gewähren2 Ich unterstütze diesen Antrag auf das Wärmste. Ich kenne die Verhältnisse genau. Ein Sohn Frau Ruffinis ist tuberkulös. Eine erhebliche Hilfe ist dringend geboten.

Mit vorzüglicher Hochachtung
Ihr ergebener
(Adenauer)


  1. ^

    Zu Ruffini Vgl. Leo Schwering, Frühgeschichte, S. 90-92, 94,96 und (zu Kontakten zu Adenauer im Jahre 1933 sowie zu seinem Tod Anfang 1946) Franz Thedieck, Gespräche und Begegnungen mit Konrad Adenauer, in: Konrad Adenauer und seine Zeit Bd. 1, S. 328, 330; vgl. auch das Beileidsschreiben Heinrich Brünings an Luise Ruffini, Teildruck: Claire Nix (Hg.), Brüning-Briefe, S. 41.

  2. ^

    Adenauer stützt sich hier auf Angaben in einem Schreiben des Wirtschafts- und Devisenberaters Joseph Riffarth vom 30.11.1947. Späteren schriftlichen Bemühungen für die Familie Ruffini (Schreiben an Sozialminister Rudolf Amelunxen vom 18.8.1948; StBKAH 07.23) lagen Briefe von Josef Ruffini jun. (Theologiestudent in Bonn) zugrunde.