Rhöndorfer Ausgabe Online
An Cornel Berk
, Rittergut Neuhemmerich bei FrechenStBKAH 07.04
Verzeihen Sie, daß ich Ihnen erst jetzt für Ihre große Liebenswürdigkeit danke. Ich hoffe, daß Sie, Ihre Frau und Ihr Töchterchen sich recht gut erholt haben, so daß Sie dem neuen Arbeitsjahr mit frischen Kräften gegenübertreten können.
Ich würde Ihnen sehr dankbar sein, wenn Sie mir mitteilen würden, wann und wie ich den Klee in die Rasenflächen säe. Ich denke mir, daß man etwas aufrauht, dann den Samen hereinstreut und die ganze Fläche festklopft. Ist das so richtig?
Inzwischen habe ich auch die Sämereien bekommen und bin sehr froh darüber. Ich habe alles erhalten mit Ausnahme der Stangen-Wachsbohnen. Es war sehr wenig Zwiebelsamen dabei, und die Stangenbohnen, die ich bekommen habe, sind wohl – glaube ich – nicht fadenlos. Es war auch etwas wenig. Puffbohnen waren auch nur 500 gr dabei. Ich hätte gerne das doppelte Quantum davon gehabt.
Sie halten ja freundlichst im Auge die Beratung von Herrn Dr. Müller2.
Mit herzlichen Grüßen an Ihre Gattin und Sie
Ihr sehr ergebeer
(Adenauer)
Zu Berk vgl. die Schreiben an ihn vom 29.8.1947 und vom 19.3.1948 sowie an Franz Müller vom 1.12.1947.
Hiermit angesprochen: Karl Müller. für dessen Beratung durch Berk möglicherweise die in Anm. 1 im Schreiben an Berk vom 29.8.1947 enthaltenen Angaben in Betracht kommen