Rhöndorfer Ausgabe Online
An Diözesanpräses Dr. Caspar Schulte
, PaderbornStBKAH 07.12
Sehr geehrter Herr Diözesanpräses!
Ich empfehle, an einzelne verhandlungsbereite Menschen heranzutreten1 Die ganze Parteiorganisation des Zentrums herüberzuholen, ist unmöglich und auch unerwünscht. Umso erwünschter ist es, daß man überall die führenden Leute einzeln bekommt. Dann fällt das Ganze in sich zusammen, und das muß baldigst erreicht werden im Hinblick auf die kommenden Landtagswahlen.
Ich bitte Sie, mich auf dem Laufenden zu halten über das, was Sie erreichen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr sehr ergebener
(Adenauer)
Vgl. das Schreiben an Caspar Schulte vom 13.10.1946. Schulte hatte am 22.10.1946 auf Stimmenverluste des Zentrums in Paderborn hingewiesen und Überlegungen zum veränderten Kräfteverhältnis zwischen beiden christlichen Parteien angestellt.