Rhöndorfer Ausgabe Online
An Verbandspräses Dr. Hermann Joseph Schmitt und den Verbandsvorsitzenden Josef Gockeln, Westdeutscher Verband der Katholischen Arbeiter- und Knappenvereine
, RecklinghausenStBKAH 07.25
Sehr geehrter Herren!
Die sehr schwere Erkrankung meiner Frau läßt nicht zu, daß ich mich einen halben Tag von Bonn entferne. Ich kann daher zu meinem größten Bedauern an Ihrer Tagung und insbesondere an Ihrer Kundgebung am Sonntag, den 29. Februar, nicht teilnehmen1. Ich bitte Sie, versichert zu sein, wie tief ich durchdrungen bin von der großen Aufgabe der Katholischen Arbeiter- und Knappenvereine und wie gerne ich deshalb an dieser ihrer großen Kundgebung teilgenommen hätte. Die Katholischen Arbeiter- und Knappenvereine wollen den ganzen Menschen erfassen, ihm materiell und seelisch helfen und ihn stärken. Nur die Erfassung des ganzen Menschen, insbesondere auch eine religiös-seelische Erneuerung, kann uns aus unserem Chaos heraushelfen. Tief durchdrungen von der großen Aufgabe Ihrer Vereine wünsche ich, daß Sie durch die Tagung in Recklinghausen eine neue Kräftigung und Stärkung erfahren.
Mit ausgezeichneter Hochachtung
Ihr sehr ergebener
(Adenauer)
Tagung des Verbands der Katholischen Arbeiter- und Knappenvereine Westdeutschlands am 28./29.2.1948 in Recklinghausen, laut Einladung und Programm (eingegangen in Rhöndorf am 22.2.1948) unter das Motto gestellt :»Unser Ruf in Not und Zeit. Der Katholischen Arbeitervereine soziales, kulturelles und politisches Wollen«. Vgl. die Schreiben an den Bezirksverband katholischer Arbeitervereine in Recklinghausen vom 22.11.1947 und an den Bezirksverband der katholischen Arbeitervereine im Kreis Geldern vom 19.1.1948.