Störer Jahresbericht

Rhöndorfer Ausgabe Online

3. Januar 1948 (Rhöndorf)

An Dr. Wim J. Schmitz

, Heemstede, Niederlande

StBKAH 07.06


Lieber Wim!

Ihr Brief vom 12.12.1947 kam mit großer Verspätung hier an. Wir wünschen Ihnen zunächst von Herzen Glück zur Geburt Ihres Töchterchens. Wir hoffen, daß es sowohl Ihrer Gattin und dem Kinde recht gut geht. Ich danke Ihnen sehr für die Einladung für meine Frau1. Meine Frau ist leider noch immer sehr krank. Sie liegt jetzt seit über zweieinhalb Monaten im Johannis-Hospital in Bonn. Wir waren - und sind in etwa auch jetzt noch - sehr besorgt, wenngleich augenblicklich eine kleine Besserung eingetreten ist.

Sie liegt jetzt seit über zweieinhalb Monaten im Johannis-Hospital in Bonn. Wir waren - und sind in etwa auch jetzt noch - sehr besorgt, wenngleich augenblicklich eine kleine Besserung eingetreten ist.

Max und Gisela werde ich Ihre Bestellung ausrichten. Konrad und Lola sind traurig, daß Sie gar nicht an sie in Ihren Briefen gedacht haben. Ich denke, daß es Ihnen geschäftlich der vielen Arbeit entsprechend besser geht. Ich würde mich sehr freuen, Sie einmal wiederzusehen. Vielleicht ermöglicht mir das Jahr 1948 doch eine Reise nach Holland. Ich werde Sie dann rechtzeitig benachrichtigen.

Seien Sie nebst Frau und Kindern herzlichst von uns allen gegrüßt, wie immer
Ihr


  1. ^

    Schmitz hatte von seiner Schwester Elisabeth von der Notsituation in der Familie Adenauer erfahren und – nachdem »Sie und Ihre Frau Gemahlin [mir] immer als ›Eltern‹ behilflich gewesen sind in meiner Kölner Zeit vor 1934« – Gussie Adenauer einen Genesungsaufenthalt in den Niederlanden angeboten.