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Entstehung und Entwicklung der Printausgabe

Die Anfänge der Rhöndorfer Edition reichen gut vier Jahrzehnte zurück. Im Sommer 1980 bewilligte die Volkswagenstiftung eine Anschubfinanzierung für die Veröffentlichung von Quellen aus dem Nachlass Adenauers, der nun in Teilen nicht mehr den gesetzlichen Sperrfristen unterlag. Wolf Jobst Siedler, einer der renommiertesten Verleger auf dem damaligen Sachbuchmarkt, nahm sich des Projekts mit großer Energie an. So konnten bis Mitte der 1980er Jahre die ersten Publikationen der Adenauer-Briefe ab 1945 und der Journalistengespräche ab 1950 vorgelegt werden. Während die Protokolle der „Teegespräche“, benannt nach dem gereichten „Kanzlertee“, vier Bände füllen, wuchs die Abteilung der „Briefe“ bis 2009 auf insgesamt 11 Bände an, welche die frühe Nachkriegszeit, die Kanzlerschaft sowie die letzten Lebensjahre umspannen.

Neben diesen Gattungsreihen sind auch thematische Einzelbände erschienen, so die biographische Dokumentation „Adenauer im Dritten Reich“ und die Gespräche bzw. Korrespondenz zwischen Adenauer und Bundespräsident Theodor Heuss. Inzwischen folgt die Reihe durchgehend dem Konzept thematischer Mischeditionen. Mit „Adenauer und die FDP“ (2013) und „Konrad Adenauer, Ludwig Erhard und die Soziale Marktwirtschaft“ (2019) wurden gezielt bisher unterbelichtete Aspekte aufgegriffen. Weitere Publikationen befinden sich in Vorbereitung.

Als langjährige Gründungsherausgeber der Rhöndorfer Ausgabe fungierten die Adenauer-Experten Rudolf Morsey und Hans-Peter Schwarz, inzwischen nehmen diese Aufgabe Stefan Creuzberger (Universität Rostock) und Dominik Geppert (Universität Potsdam) wahr. Bearbeitet wurde die Edition über fast drei Jahrzehnte hinweg von Hans Peter Mensing, der sämtliche Briefbände, einen Band der „Teegespräche“ sowie mehrere Themenbände erstellte. Hanns Jürgen Küsters war Bearbeiter dreier „Teegespräche“, Holger Löttel führt die Reihe seit 2008 mit thematischem Zuschnitt fort.  

 

Briefe

Rudolf Morsey/Hans-Peter Schwarz (Hg.)
Adenauer. Rhöndorfer Ausgabe. Briefe
Bearbeitet von Hans Peter Mensing

  • Briefe 1945–1947, Berlin (Siedler) 1983
  • Briefe 1947–1949, Berlin (Siedler) 1984
  • Briefe 1949–1951, Berlin (Siedler) 1985
  • Briefe 1951–1953, Berlin (Siedler) 1987
  • Briefe 1953–1955, Berlin (Siedler) 1995
  • Briefe 1955–1957, Berlin (Siedler) 1998
  • Briefe 1957–1959, Paderborn (Ferdinand Schöningh) 2000
  • Briefe 1959–1961, Paderborn (Ferdinand Schöningh) 2004
  • Briefe 1961–1963, Paderborn (Ferdinand Schöningh) 2006

Die letzten Lebensjahre 1963–1967. Briefe und Aufzeichnungen, Gespräche, Interviews und Reden, Bd. I: Oktober 1963–September 1965, Bd. II: September 1965–April 1967, Paderborn (Ferdinand Schöningh) 2009


Teegespräche

Rudolf Morsey/Hans-Peter Schwarz (Hg.)
Adenauer. Rhöndorfer Ausgabe. Teegespräche
Bearbeitet von Hanns Jürgen Küsters (1950–1954, 1955–1958, 1959–1961) und Hans Peter Mensing (1961–1963)

  • Teegespräche 1950–1954, Berlin (Siedler) 1984
  • Teegespräche 1955–1958, Berlin (Siedler) 1986
  • Teegespräche 1959–1961, Berlin (Siedler) 1988
  • Teegespräche 1961–1963, Berlin (Siedler) 1992


Themenbände

Rudolf Morsey/Hans-Peter Schwarz (Hg.)
Adenauer. Rhöndorfer Ausgabe. Heuss–Adenauer. Unserem Vaterland zugute. Der Briefwechsel 1948–1963
Bearbeitet von Hans Peter Mensing
Berlin (Siedler) 1989

Rudolf Morsey/Hans-Peter Schwarz (Hg.) 
Adenauer. Rhöndorfer Ausgabe. Adenauer im Dritten Reich 
Bearbeitet von Hans Peter Mensing 
Berlin (Siedler) 1991 

Rudolf Morsey/Hans-Peter Schwarz (Hg.)
Adenauer. Rhöndorfer Ausgabe. Adenauer–Heuss. Unter vier Augen. Gespräche aus den Gründerjahren 1949–1959
Bearbeitet von Hans Peter Mensing
Berlin (Siedler) 1997

Rudolf Morsey/Hans-Peter Schwarz (Hg.)
Adenauer. Rhöndorfer Ausgabe. Adenauer und die FDP
Bearbeitet von Holger Löttel
Paderborn (Ferdinand Schöningh) 2013

Dominik Geppert/Hans-Peter Schwarz (Hg.) 
Adenauer. Rhöndorfer Ausgabe. Konrad Adenauer, Ludwig Erhard und die Soziale Marktwirtschaft 
Bearbeitet von Holger Löttel 
Paderborn (Ferdinand Schöningh) 2019