Rhöndorfer Ausgabe Online
An Ministerialrat Julia Dünner
, KoblenzStBKAH 07.13
Sehr geehrte Frau Dünner1!
Es hat mich sehr gefreut, etwas von Ihnen zu hören. Besonders begrüße ich, daß es Ihnen nach all den schweren Jahren verhältnismäßig gut geht. Schade, daß wir Anfang Juli nicht hier sind. Meine Frau und ich sind im Begriffe, für 4 Wochen nach der Schweiz zu verreisen. Aber ich denke, Ihr Weg wird Sie doch gelegentlich in die Nähe hier führen. Ich würde mich dann freuen, Sie zu sehen. Wenn ich einmal nach Koblenz kommen sollte, werde ich gerne einmal bei Ihnen vorbeikommen.
Die beiden Artikel reiche ich Ihnen mit bestem Dank anbei zurück2.
Mit vielen Grüßen, auch von meiner Frau
Ihr
(Adenauer)
Zu Julia Dünner (1883-1959) vgl. Klaus Pabst, Adenauers Personalpolitik, S. 720 (Bemühungen Adenauers bereits im Jahre 1923, die damalige Regierungsrätin in Berlin »für eine leitende Stellung in Köln zu gewinnen«). Weitere Angaben zur Vita (1933 Entlassung aus dem Reichsarbeitsministerium, nunmehr Leitung eines Referats in der rheinland-pfälzischen Landesregierung) enthält ihr Anschreiben vom 5. 6.1947.
Julia Dünner hatte Hinweise auf Wilhelm Röpke in einem Schreiben vom 5.6.1947 (StBKAH 07.13) gegeben. Vgl. das Schreiben an Maurice W. Altaffer vom 8.6.1947.