Rhöndorfer Ausgabe Online
An den Beigeordneten Dr. Heinrich Billstein
, KölnStBKAH 07.01
Lieber Herr Billstein!
Herzlichen Dank für Ihren Brief vom 23.11. d. Js.1 und Ihre so freundlichen Ausführungen. Von mir kann ich nur sagen, daß ich so mit Arbeit überlastet bin wie noch niemals in meinem Leben und daher für die Pflege persönlicher Beziehungen überhaupt einstweilen keine Zeit habe. Sie können sich darauf verlassen, daß ich sonst lange schon mal Sie gebeten hätte, einmal hierhin zu kommen oder Sie aufgesucht hätte. Sie wissen, wie sehr ich das Einvernehmen mit Ihnen immer begrüßt habe.
Meine Frau war sehr krank und ist auch jetzt noch nicht ganz außer Gefahr.
Ich hoffe, daß es Ihrer Frau, Ihrer Tochter und Ihnen persönlich gut geht. In der Hoffnung, daß wir uns bald einmal sehen, bin ich mit vielen Grüßen an Sie Beide, wie immer,
Ihr
(Adenauer)
Hierin: Glückwünsche Billsteins zum Namenstag Adenauers, eingebunden in zeitkritische Reflexionen, wie in den Gratulationsschreiben des Adenauer-Freundes üblich (vgl. das Schreiben an Billstein vom 7.12.1946).