Rhöndorfer Ausgabe Online
An Oberbürgermeister Wilhelm Bitter
, RecklinghausenStBKAH 07.13, ms. Vermerk »Persönlich!«
Meine Frau wird Ihnen für die Suppen selbst noch danken. Sie hätte es schon getan, wenn sie nicht erkrankt zu Bett läge.
Ich hoffe, daß Sie bei Ihrer heutigen Sitzung in Westfalen zu wirklich durchgreifenden Änderungen in der Organisation der Partei kommen. Was uns die schlechte Parteiorganisation in Westfalen und der infolgedessen eingetretene Mandatsverlust an Schwierigkeiten gebracht hat, ist gar nicht zu beschreiben2.
Bitte, haben Sie die Freundlichkeit und schicken Sie mir doch, wenn möglich, je mehrere Exemplare der schönen, bei Ihnen im Schaufenster liegenden Bücher: Buch der Lieder von Heine3 und insbesondere ein zweites Buch, dessen Titel mir entfallen ist.
Bitte, schicken Sie mir auch die Rechnung für die beiden Suppensendungen.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr sehr ergebener
(Adenauer)
Ein Anschreiben oder eine Antwort Bitters sind in StBKAH nicht erhalten.
Vgl. die Schreiben an Ernst Schwering vom 25.4.1947, an Josef Kardinal Frings vom 27.4.1947 und an Ella Schmittmann vom 28.4.1947.
Zur besonderen Wertschätzung der Lyrik Heinrich Heines (1797-1856) durch Adenauer vgl. Anneliese Poppinga, Meine Erinnerungen, S. 237.