Störer Jahresbericht

Rhöndorfer Ausgabe Online

Vorbemerkung

[Entnommen aus: Adenauer. Rhöndorfer Ausgabe. Briefe 1947-1949. Herausgegeben von Rudolf Morsey und Hans-Peter Schwarz. Bearbeitet von Hans Peter Mensing, Berlin 1984]

Vor nunmehr 35 Jahren verkündete der Präsident des Parlamentarischen Rates, Konrad Adenauer, das Grundgesetz. »Damit begann ein neuer Abschnitt in der wechselvollen Geschichte unseres Volkes: mit dem 23. Mai 1949 trat die Bundesrepublik Deutschland ein in die Geschichte« .So hat Adenauer selbst dieses historische Ereignis eingeordnet, das zugleich den Ausgangspunkt der bundespolitischen Karriere des damals73-jährigen bildete.

Einschnitt und neuer Abschnitt: dies gilt auch für das Briefwerk des ersten Bundeskanzlers, dessen Präsentation sich in der »Rhöndorfer Ausgabe« an der zeitlichen und inhaltlichen Zäsur des Verfassungstages orientiert. Vorher, 1945-1949, auf Konstitution und konstitutionelle Grundlegung des neuen Staates ausgerichtet, stand die Korrespondenz vom Stichtag der Staatsgründung an im Zeichen der konkreten Anwendung der im Parlamentarischen Rat geschaffenen Normen, des politischen, sozialen und wirtschaftlichen Ausbaus der dort geschaffenen Grundordnung.

Letzteres zu dokumentieren bleibt späteren Veröffentlichungen im Rahmen der »Rhöndorfer Ausgabe« vorbehalten. Die in der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus erhaltenen Kanzlerbriefe bis zum Abschluss der ersten Legislaturperiode 1953 werden zur Zeit für die Publikation erschlossen und aus Beständen anderer Archive ergänzt. Die hieraus resultierenden Bände sollen im Herbst 1985 und im Frühjahr 1986 erscheinen. Der nun vorliegende zweite Band der Nachkriegskorrespondenz Konrad Adenauers gibt vornehmlich Anlass, die für die ersten beiden Briefbände festgelegten Editionsprinzipien in Erinnerung zu rufen. Hierzu ist generell auf die Grundsatzüberlegungen der Herausgeber der »Rhöndorfer Ausgabe« und die Erläuterungen des Bearbeiters zu verweisen, die bereits den »Briefen 1945-1947« vorangestellt wurden.

Rhöndorf im Februar 1984     Hans Peter Mensing