Rhöndorfer Ausgabe Online
An Dannie N. Heinemann
, BrüsselStBKAH 07.01
Lieber Herr Heineman!
Es ist mir wirklich schmerzlich, daß wir uns nicht sprechen können1. . Ich muß aber unbedingt am Montag, den 21. Juni 1947 [sic!], 14 Uhr in Frankfurt (Main) sein2, weil im Wirtschaftsrat der beiden Zonen wichtigste personelle Entscheidungen getroffen werden und meine Anwesenheit daher absolut notwendig ist.
Ich habe Ihnen mehrmals geschrieben, zuerst im Sommer 1945 an die Adresse Ihres Sohnes in London. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir über Sie und Ihre Frau und Ihre Kinder etwas hören würden, und es wäre mir eine ganz besondere Freude, wenn wir uns bald einmal sprechen würden.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
(Adenauer)
Ein Anschreiben oder eine Antwort Heinemans sind in StBKAH nicht erhalten. Zu den bis dahin missglückten Kommunikationsversuchen vgl. die Schreiben vom 6.7.1945 und vom 11.4.1947.
Zu diesem Frankfurter Termin (Unterredung mit dem Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion im Wirtschaftsrat, Friedrich Holzapfel; Rede vor der Fraktion) eine Meldung in ›Die Welt‹ vom 22.7.1947, S. 3. Vgl. das Schreiben an Paul Silverberg vom 25.7.1947.